Der Fortunastollen

 
Die "Fortuna Fundgrube" in Deutschkatharinenberg wird 1620 an den Verwalter der kurfürstliche Saigerhütte Grünthal gegeben, damit das benötigte Kupfererz gewonnen werden kann. Schon 1632 werden die Anlagen durch die kaiserlichen Truppen unter General Holk zerstört. Die beschäftigten Bergleute waren sogenannte Exulanten und kamen aus dem benachbarten in Böhmen liegenden St. Katharinaberg (Hora Svate Kateriny). Der Abbau von Kupfererz und die Zulieferung an die Saigerhütte in Grünthal hatte zur Ansiedlung in Deutschneudorf durch die Errichtung zweier sogenannter "Hoher Öfen" geführt.
Die Anteilseigner (=Kuxinhaber) wechselten im Laufe der Zeit. Hervorzuheben sind u.a. der Grundherr von Sankt Katharinaberg und der Eigner der Saigerhütte in Grünthal.
Gründung
Die Bergbauanlage wurde mit mehrjährigen Unterbrechungen und verschiedenen Betreibergesellschaften betrieben. Immer wieder glaubten Menschen an neue Erzfunde und versuchten ihr Glück im Berg. Der letzter Versuch wurde von der Gewerkschaft (Begriffe) Saxonia Morgenröte in den 70er und 80er Jahren des 19.Jahrhunderts unternommen. Der Bergbau wurde eingestellt, weil die Erzgänge nicht mehr ergiebig waren und sich der Abbau nicht mehr rentierte. Danach wurde das Bergwerkdurch Verfüllungen und durch Schliessen der Eingänge gesichert. Erliegen
Als ein Zentrum des Bergbaus ist der "Fortuna Erbstollen" zu nennen, der auf dem 'Fortuna Stehender Gang' angelegt wurde. Dieser Gangzug unterquert die Talsohle des Schweinitzbaches (=Landesgrenze) und setzt sich auf der böhmischen Seite im "Nicolai Stollen" unmittelbar fort. Hier lag der Ursprung und das Zentrum des Gangerzbergbaus. Vor 1945 war dieser Stollen als Besucherbergwerk eingerichtet. Es wird z. Zt. geprüft, inwiefern dieser Teil wiederaufgefahren werden kann.
An den Talhängen des Schweinitzbaches findet man zahlreiche bewaldete Pingen-Halden-Komplexe, die zu einem umfangreichen Altbergbaugebiet gehören. Durch Stollen und Schächte wurden die anstehenden silberhaltigen Kupfererzgänge aufgeschlossen und das Bergwasser abgeführt.
Auf deutscher Seite existierten noch der Katharinenstollen und der Mönchschacht mit mehreren Strecken (Begriffe). Weitere Stollen sind bekannt aber offensichtlich ohne Bedeutung.
Bergwerk
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges lag eine Transportkompanie der SS im Ort. In diesem Zusammenhang gibt es Indizien, daß hier das berühmte Bernsteinzimmer liegen könnte. Bernstein- zimmer
Die Fortuna Bernstein GmbH unter Vorsitz von H.-P. Haustein fährt den den Stollen seit 1998 auf. Mit Hilfe von Fördermitteln wurde der Stollen als Besucherbergwerk hergerichtet. Seit der Eröffnung am 31. Oktober 2001 ist das Bergwerk ein Besuchermagnet im Spielzeugwinkel. Im Frühjahr 2002 werden weitere Seitenstollen aufgefahren.  
 
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